Alle Artikel von “Jörgen Sagawe”

Besuch bei Perrine und Charles Hervé-Gruyer

Im August 2016 statteten wir der höchst produktiven Farm „Bec Hellouin“ in der Normandie einen Besuch ab. Der Film „Tomorrow“ zeigt global 10 enkeltaugliche Lösungen auf – darunter diese Permakultur-Farm, die zu 99% ohne Erdöl arbeitet und nur mit Handarbeit und der Hilfe von Pferden und Ponys bis 56.000 Euro je 1000 Quadratmeter erwirtschaftet. Man ist hier 10 mal so produktiv wie konventionelle Landwirtschaft.

http://www.fermedubec.com/en/

Als Demonstration für eine zeitgemäße Herstellung von Holzkohle überbrachten wir (Andrea Preißler, Ute Scheub und Rainer Sagawe) einen Chantico-Terrassenofen als Gastgeschenk – denn Charles und Perrine wollen demnächst ihre Kulturen auch mit Pflanzenkohle verbessern.  

Chantico-Biokohle ist die Beste: 0,0 mg PAK

Im September 2015 wurden Terra Preta Substrate und die im Chantico-Terrassenofen hergestellte Holzkohle aus Pellets auf PAK untersucht (Auftrageber: BUND Region Hannover). PAK ist die Abkürzung für die gesundheitsschädlichen Polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe. Bei den PAK-Werten liegen alle Substrate unter den Werten, die vom europäischen Pflanzenkohle-Zertifikat vorgegeben werden. Unsere mit DIN-Pellets hergestellten Biokohle schnitt mit 0,0 Milligramm bei der Untersuchung auf PAKs am besten ab. Darüber sind wir sehr glücklich.

Workshop: Was ist Terra Preta Schwarzerde?

Workshop mit Rainer Sagawe aus Hameln, Terra Preta-Experte

Foto: Markus Spiske

Arnstorf, Lampersdorf 1  (Fam. Schäffler)
Kostenbeitrag: 10 bis 20 Euro je nach Selbsteinschätzung

 
Programm:

  • Vorstellung und Einführung, was ist Terra Preta Schwarzerde?
  • Funktion von Pflanzenkohle und Bodenleben in der Terra Preta
  • In einem Erdtrichter stellen wir Holzkohle her

  • Mischen einer Terra Preta Schwarzerde vor Ort 

  • Pflege der Terra Preta Schwarzerde:

  • Füttern der Bodenorganismen durch Mulchen und Smoothies,

  • Gärtnern mit den Händen auf neue Art

  • Auf einem Pyrolyse-Ofen wird gekocht und Holzkohle erzeugen

Anmeldung bei:
Edmund Schäffler,
Tel. 08723/979131
Email: schaeffler@lampersdorf1.de

Fruchtbarkeit steigern – nie mehr düngen!

Foto: Markus Spiske

Gezeigt werden Filme zur Entdeckung der Terra Preta und zum Bodenleben. Im praktischen Teil wird auf einem Pyrolyseofen das Mittagessen gekocht und gleichzeitig Holzkohle hergestellt. Mit der gewonnenen Holzkohle und den Küchenabfällen wird direkt vor Ort eine Terra Preta Schwarzerde angemischt. Jeder, der Balkon oder Garten hat, geht mit dem Wissen nach Hause, wie man Terra Preta unter Verwendung eigenen Materials herstellen kann.

Unter der Leitung von Rainer Sagawe

Datum: Sonntag, 10. April 2016, 11 – 15 Uhr
Kosten: 8 bis 20 Euro je nach Selbsteinschätzung
Ort: Kulturmühle Buchhagen bei Bodenwerder

Workshop „Nie mehr düngen, nur noch mulchen“

Foto: Julietta Watson

Terra Preta - Workshop

„Nie mehr düngen, nur noch mulchen“

Tages-Workshops

am 22.03.2020,
am 25.04.2020,
am 16.05.2020,

Sonntag, 22. März 2020

LernOrt Lebendige Landwirtschaft
auf Hof Luna
Hauptstraße 7
31084 Freden/Leine (Everode)
Telefon: 05184.950868 

Referent: Rainer Sagawe, Terra-Preta-Experte, BUND Hameln
Anmeldung: sagawe@chantico-terrassenofen.de

Spontane Teilnahme ohne Anmeldung ebenfalls möglich.

Preis: je nach Selbsteinschätzung 20 bis 30 Euro

Beschreibung:
Vormittags erfahren wir sehr viel über die Entdeckung der Terra Preta im Amazonas-Gebiet, deren Zusammensetzung und die heutigen Möglichkeiten der Herstellung. Wir tauchen ein in die faszinierende Welt des Zusammenspiels zwischen Bodenlebewesen, Nährstoffen, Pflanzenwurzeln und Pflanzenkohle mit ihrer wichtigen Rolle beim Aufbau von dauerhaftem Humus bis hin zum Klimaschutz.

Nachmittags wird es dann ganz konkret: In einem großen Erdtrichter und in Pyrolyse-Öfen wird Holzkohle hergestellt. Mit dieser gewonnenen Pflanzenkohle, Gartenschnitt und Küchenabfällen wird die fruchtbare Schwarzerde angesetzt.

Nebenher bereiten wir auf den Öfen Kartoffelpuffer zu, die wir uns dann gemeinsam munden lassen. Das Ziel ist, jedem Teilnehmer praktisches Wissen zur Herstellung von Terra Preta und deren Verwendung zu vermitteln – für den eigenen Garten oder Balkon, für Gemeinschaftsgärten oder die Landwirtschaft oder auch für städtische Garten- und Parkanlagen.

Samstag, 25. April 2020

Naturgärtnerei Ingelmann e.K.
Martin und Mechthild Ingelmann
Heerstr. 10
31191 Algermissen

Mit der Bahn einfach zu erreichen.

Von Hannover aus z.B. mit der S3 vom Hbf.

Bahn hält direkt in Algermissen.

Von da noch 10 Min. zu Fuß bis zur Gärtnerei

Referent: Rainer Sagawe, Terra-Preta-Experte, BUND Hameln

Preis: je nach Selbsteinschätzung 20 bis 30 Euro

Beschreibung:
Vormittags erfahren wir sehr viel über die Entdeckung der Terra Preta im Amazonas-Gebiet, deren Zusammensetzung und die heutigen Möglichkeiten der Herstellung. Wir tauchen ein in die faszinierende Welt des Zusammenspiels zwischen Bodenlebewesen, Nährstoffen, Pflanzenwurzeln und Pflanzenkohle mit ihrer wichtigen Rolle beim Aufbau von dauerhaftem Humus bis hin zum Klimaschutz.

Nachmittags wird es dann ganz konkret: In einem großen Erdtrichter und in Pyrolyse-Öfen wird Holzkohle hergestellt. Mit dieser gewonnenen Pflanzenkohle, Gartenschnitt und Küchenabfällen wird die fruchtbare Schwarzerde angesetzt.

Nebenher bereiten wir auf den Öfen Kartoffelpuffer zu, die wir uns dann gemeinsam munden lassen. Das Ziel ist, jedem Teilnehmer praktisches Wissen zur Herstellung von Terra Preta und deren Verwendung zu vermitteln – für den eigenen Garten oder Balkon, für Gemeinschaftsgärten oder die Landwirtschaft oder auch für städtische Garten- und Parkanlagen.

Samstag, 16. Mai 2020

Bürgerenergiewende Schaumburg e.V.

Anmeldung erforderlich:
Hans-Jörg Kohlenberg
Scheier Str. 16c
31675 Bückeburg
Tel.: 05722 – 954 78 15

Mobil: 0172 – 513 49 42
Mail: hjk@buergerenergiewende-schaumburg.de

Referent: Rainer Sagawe, Terra-Preta-Experte, BUND Hameln

Anmeldung:
E-Mail:
Sagawe@chantico-terrassenofen.de

Preis: je nach Selbsteinschätzung 15 bis 20 Euro

Beschreibung:
Vormittags erfahren wir sehr viel über die Entdeckung der Terra Preta im Amazonas-Gebiet, deren Zusammensetzung und die heutigen Möglichkeiten der Herstellung. Wir tauchen ein in die faszinierende Welt des Zusammenspiels zwischen Bodenlebewesen, Nährstoffen, Pflanzenwurzeln und Pflanzenkohle mit ihrer wichtigen Rolle beim Aufbau von dauerhaftem Humus bis hin zum Klimaschutz.

Nachmittags wird es dann ganz konkret: In einem großen Erdtrichter und in Pyrolyse-Öfen wird Holzkohle hergestellt. Mit dieser gewonnenen Pflanzenkohle, Gartenschnitt und Küchenabfällen wird die fruchtbare Schwarzerde angesetzt.

Nebenher bereiten wir auf den Öfen Kartoffelpuffer zu, die wir uns dann gemeinsam munden lassen. Das Ziel ist, jedem Teilnehmer praktisches Wissen zur Herstellung von Terra Preta und deren Verwendung zu vermitteln – für den eigenen Garten oder Balkon, für Gemeinschaftsgärten oder die Landwirtschaft oder auch für städtische Garten- und Parkanlagen.

Samstag, den 13. April 2019

9:30 bis ca. 18:00 Uhr
Veranstalter:
BI Essbare Stadt Waldkirch
Ort:
Mit-Mach-Garten der Essbaren Stadt Waldkirch im Stadtrainpark Waldkirch
Beim Parkplatz Ende Erwin Sick-Str.

Referent: Rainer Sagawe, Terra-Preta-Experte, BUND Hameln
Preis: 45,— €
Anmeldung: Mail: sagawe@chantico-terrassenofen.de

Beschreibung:
Vormittags erfahren wir sehr viel über die Entdeckung der Terra Preta im Amazonas-Gebiet, deren Zusammensetzung und die heutigen Möglichkeiten der Herstellung. Wir tauchen ein in die faszinierende Welt des Zusammenspiels zwischen Bodenlebewesen, Nährstoffen, Pflanzenwurzeln und Pflanzenkohle mit ihrer wichtigen Rolle beim Aufbau von dauerhaftem Humus bis hin zum Klimaschutz.
Nachmittags wird es dann ganz konkret: In einem großen Erdtrichter und in Pyrolyse-Öfen wird Holzkohle hergestellt. Mit dieser gewonnenen Pflanzenkohle, Gartenschnitt und Küchenabfällen wird die fruchtbare Schwarzerde angesetzt. Nebenher bereiten wir auf den Öfen ein leckeres Essen zu, das wir uns dann gemeinsam munden lassen. Das Ziel ist, jedem Teilnehmer praktisches Wissen zur Herstellung von Terra Preta und deren Verwendung zu vermitteln – für den eigenen Garten oder Balkon, für Gemeinschaftsgärten oder die Landwirtschaft oder auch für städtische Garten- und Parkanlagen.

364% Ertragssteigerung bei Kürbis

Terra Preta Pionier Hans-Peter Schmidt hat in Nepal Rinder-Urin, Holzkohle und Kompost unter die Kürbissaat gegeben und erzielte Ertragssteigerungen von 364 Prozent. Dies trug Hans-Peter Schmidt beim TerraBoga Workshop im Juni 2015 in Berlin vor.

Dies inspirierte Rainer Sagawe dazu, bei sich zu Hause eine Smoothie-Kreislaufwirtschaft aus den täglich anfallenden Stoffen einzurichten, siehe nachfolgende Artikel.

Foto: Hans-Peter Schmidt

Terra Preta 2.0 mit Smoothies

Existiert erst einmal ein Terra-Preta-Boden mit einer Mächtigkeit von mindestens 10 bis 15 cm, so ist ausreichend Lebendigkeit vorhanden, auf die man die Smoothies aufbringen kann.

Und so geht es: Urin, Regenwasser, Küchenabfälle oder anderes möglichst frisches Grün und Holzkohle in einen Smoothie-Mixer füllen und pürieren. Die dickflüssige Masse durch ein Sieb geben – das flüssige aufs Beet kippen, den Brei 1:1 mit von der Oberfläche abgenommener Terra Preta mischen und in Wurzelnähe unter dem Mulch aufbringen. Bei großer Hitze den Mulch abschatten durch Pflanzenmaterial wie Weinlaub, abgeblühte Stockrosen oder ähnliches. 

Ergebnis: Nach wenigen Tagen wimmelt es von Asseln, Mini-Fliegen, Tausendfüsslern und Kompostwürmern – diese fressen sich durch den Smoothie und hinterlassen besten Terra Preta Wurmkompost – direkt an meinen Starkzehrern Zucchini und Kürbis – der Kürbis hat heute, 27.8.2015, einen Durchmesser von 32 Zentimetern – über die Endgröße werde ich berichten. Zucchini und Bohnen wachsen ebenfalls mit sattem Grün in vorher nicht gekannter Größe.

Bericht in der OYA

Pyrolyseöfen kommen aus Regionen, in denen Brennmaterial knapp ist.
Terra Preta bringt die Technik in den Norden.

Wer mit Terra Preta, der fruchtbaren Schwarzerde, experimentiert, steht vor einer technischen Herausforderung:

Woher kommt die Pflanzenkohle, die im Boden dauerhaft Nährstoffe an sich bindet? Pyrolyseöfen sollen das Holz nur verkohlen, statt zu verbrennen.

Nachdem Rainer Sagawe die
Transition-Town-Initiative Hameln für Terra Preta begeistert hatte, machte er sich mit Freu(n)den ans Ofenbauen. Ihre ersten Modelle bestanden aus Weißblechdosen – zu Mittag
gab es eine Zeitlang Pottkieker-Eintopf und Ananas-Kompott.

Erstaunt, wie gut das Dosenmodell funktionierte, gingen sie damit zu einem Feuerkünstler und Metalldesigner. Der baute
erst ein eckiges Öfchen, das aussah wie aus einem Märchen, aber das runde Modell brannte besser.

Es besteht aus zwei konzentrischen Kammern. In die mittlere kommt das Brenngut – Holzpellets oder Holzhäcksel –, die äußere dient der Luftzufuhr. Angeheizt wird von oben. Es entsteht ein Glutnest, das sich langsam bis zum Boden des Ofens frisst. Die Flamme wandert in den oberen Bereich des Ofens, wo sich das Rauchgas mit Sauerstoff mischt. In Workshops von Transition Town Hameln wurde der Ofen weiterentwickelt.

Ein Problem war, dass der Wind die Flamme leicht ausblasen konnte. Rainer Sagawe ließ das keine Ruhe, und er forschte im Internet, bis er den Hinweis auf einen Flammenkonzentrator fand und selbst damit experimentierte. Bevor die Flamme in den oberen Bereich eintritt, passiert sie nun ein blütenartiges Stahlgebilde, das für eine stärkere Konvektion des Gasgemischs führt.

Inzwischen hat der Ofen eine Kochplatte bekommen. Bestückt mit 7,5 Kilogramm Holzpellets, brennt er über 4 Stunden lang und erzeugt dabei 5 Liter Holzkohle. Eine Biobäuerin aus Hameln überlegt, abends im Treibhaus einen solchen Ofen anzuheizen und einen wärmespeichernden Topf mit Bienenwachs daraufzustellen – die ideale Verbindung aus Bodenverbesserung und Treibhausheizung.

Demnächst wird in Hameln in großem Stil mit der Herstellung von Pflanzenkohle, auch aus Grünschnitt, experimentiert. Die Transition- Town-Initiative hat den Landkreis erfolgreich zu einem umfangreichen Terra-Preta-Projekt überredet.